Corporate Blogging – Tipps für Ihren Unternehmensblog

Warum ein Blog? – Welche Vorteile bietet er mir als Unternehmen? Immer mehr Unternehmen richten sich einen Blog ein. So können sie ihre Kunden über neue Produkte, DIY-Tricks, Events oder den Unternehmensalltag auf dem Laufenden halten.

Und das Konzept läuft: Große Namen wie Ritter Sport oder OTTO setzen schon lange auf den Blog als zusätzliches Kommunikations- und Marketingmittel. Die wichtigste Eigenschaft des Corporate Blogs? Produktempfehlungen sollten in sehr dezenter Ummantelung daherkommen. Dem Nutzer sollten also keine großen „Kaufen“-Buttons ins Gesicht springen. Den OTTO-Blog könnte man auf den ersten Blick für ein unabhängiges, junges Fashionmagazin halten. Ein Blog soll in erster Linie für Aufmerksamkeit sorgen, Leads generieren und das Unternehmen in den Suchmaschinen nach oben rutschen lassen. Regelmäßige Blogposts bedeuten nämlich immer wieder neuen Content, neue Keywords. Und damit mehr Möglichkeiten, in den Weiten des Internets sichtbar zu bleiben.

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Wenn Sie jetzt glauben, dass sich Ihr Unternehmen sicher nicht für einen Blog eignet,: Wechseln Sie vielleicht nochmal die Perspektive. Es geht nicht darum, einem Standard zu folgen. Vielmehr gilt es, einen Blog zu kreieren, der die Geschichte IHRES Unternehmens erzählt. Anekdoten, besondere Projekte, Errungenschaften oder die Teilnahme an Veranstaltungen. Nahezu jeder Arbeitsalltag hat seine besonderen Momente. Da ist es im Grunde egal, ob Nike eine neue Kooperation ankündigt oder ob die Eisdiele um die Ecke die Fotos vom ersten Sommerwochenende teilt.

Die Zauberwörter heißen hier: Relevanz und Zielgruppe

Der Blog sollte Ihren Kundenstamm vergrößern und mehr Menschen auf Ihr Unternehmen aufmerksam machen. Was läge also näher, als so viel wie möglich über sich und seine Leidenschaft zu erzählen? So entsteht etwas, was auch der schönste Rabatt-Coupon nicht erschaffen kann: persönliche Bindung.

Und was soll ich schreiben? – Tipps zur Themenfindung

Keine Sorge, wenn Sie einmal angefangen haben, erblüht bald ein immer weiteres Feld der Themenverknüpfungen. Für den Anfang eignet sich eine grundsätzliche Vorstellung Ihres Unternehmens. Machen Sie daraus doch schon Ihre erste Serie. Stellen Sie dann jeden Tag (oder jede Woche) einen Ihrer Mitarbeiter vor. Vielleicht bietet sich auch ein Rundgang durch Ihren Laden per Fotoserie oder Video an.

Wenn Sie keine analoge Niederlassung haben: Erzählen Sie in einem persönlichen Text, wie das Unternehmen entstanden ist. Oder berichten Sie, welche Schwierigkeiten zu bestreiten waren. Und lassen Sie Ihre Leser an Ihren Zielen und Träumen für die Zukunft teilhaben.

Weitere Anregungen für Blogthemen wären zum Beispiel:

1. aktuell bleiben

Nehmen Sie auf aktuelle Ereignisse aus Ihrer Branche Bezug. Haben Sie den Mut, eine klare Position einzunehmen. Gerade im Bezug auf den Klimawandel eröffnen sich zahlreiche Möglichkeiten. In solchen Themengebieten offen die Entwicklungen zu verfolgen, gibt Ihnen als Unternehmen ein authentisches, greifbares Gesicht. Oder Sie behalten einen lokalen Fokus. Wer zum Beispiel Fahrräder verkauft, kann die Diskussionen über Radwege und Straßenbau in seiner Stadt im Auge behalten. Berichten Sie darüber auf dem Blog.

2. über Produktionsabläufe berichten

Ein simpler, aber wichtiger Teil Ihres Blogauftritts: Zeigen Sie, was Sie und Ihre Mitarbeiter tagtäglich tun. Beispielsweise, wie Schritt für Schritt ein Plakat oder der Entwurf eines Buchcovers entsteht. Oder Sie nehmen Ihre Leser von der Kartoffelernte über das Schneiden und Würzen bis zur ladenfertigen Chipspackung mit. Sind Sie gerade mit der Umgestaltung eines Gebäudes beauftragt, bieten sich tolle Vorher-Nachher-Geschichten an. Welchen Prozess Sie auch durchlaufen: Lassen Sie Ihre Kunden mitkommen.

3. von neuen Ideen erzählen

Sie haben eine neue Produktidee, die aber noch in den Kinderschuhen steckt? Beziehen Sie die Leser Ihres Blogs mit ein. Machen Sie Online-Umfragen oder bitten Sie um die Zusendung von Ideen. Viele Köpfe schaffen mehr als einer. Ein Produkt, an dessen Entstehung man beteiligt war, wird auch gleich interessanter.

4. Mehrwert schaffen

Dieser Punkt könnte, je nach Art des Unternehmens, zum Herzstück Ihres Blogs werden. Erschaffen Sie Geschichten rund um die Frage, was die Kunden mit Ihren Produkten (Dienstleistungen, usw.) anfangen könnten. Rezepte sind da natürlich eine sehr dankbare Möglichkeit. Auch Kleidung (Stichwort Lookbook) und Produkte im Kreativ- und Bastelbereich liefern Ihnen Einsatzmöglichkeiten auf dem Silbertablett. Bei weniger schillernden Produkten lohnt sich der Blick über den Tellerrand. Die Drogerie dm hat schon länger Papiertüten für Butterbrote und andere Lebensmittel im Angebot. Kreative Bastel-Profis nutzten die Tüten aber jedes Jahr zu Weihnachten ganz anders und machten sie zu kunstvollen Sternen. Und dm wusste das für sich zu nutzen. Mittlerweile gibt es eine passende Anleitung auf der Homepage – und neue, längere Tüten mit der Aufschrift „für extra große Sterne“.

Unterschätzen Sie auch Ihr Expertenwissen nicht. Gerade im handwerklichen Bereich können Sie mit kurzen, informativen Anleitungen zu einer verlässlichen Adresse im Internet werden. Und auch Artikel mit unterhaltsam aufbereitetem Hintergrundwissen (z.B. „5 Fakten über Schoko-Liebhaber in Deutschland“ bei Ritter Sport) machen sich gut. Nicht zuletzt können Sie mit kostenlosen Downloads (Schablonen, Checklisten etc.) einen entscheidenden Mehrwert bieten und schneller die Brücke zu ergänzenden Produkten schlagen.

5. Events und Erfolge

Egal, ob Sie ein Sommerfest organisieren oder mit Ihrem Unternehmen an einer Messe teilnehmen: Auch hier bietet sich ein Blogpost an. Wer schon im Vorhinein berichtet, lockt damit vielleicht auch den einen oder anderen Besucher an. Auch wenn Sie ausgezeichnet wurden oder einen Preis gewonnen haben, können Sie darüber ruhig auf dem Blog berichten. Schließlich ist er Ihr Aushängeschild!

  • Das Cliffhanger-Prinzip: Strukturieren Sie größere Themen in Serienform. Posten Sie regelmäßig an einem bestimmten Tag der Woche den nächsten Teil.
  • Am Ende einer Woche oder eines Monats können Sie nochmal die beliebtesten Blogposts vorstellen.
  • Schreiben Sie zu jedem Blogpost auch kurze Texte für Facebook oder Instagram, die die Leser auf den Blog weiterleiten. Damit auch wirklich geklickt wird, sollten Sie noch nicht alles verraten. Machen Sie neugierig auf die Bloginhalte.
  • Denken Sie über Gastartikel nach. Lassen Sie einen Kunden oder einen Mitarbeiter das Ruder übernehmen, sodass eine neue Perspektive entsteht.
  • Nehmen Sie Kommentare ernst. Ein Leser, der schnell und fundiert Antwort erhält, kommt gerne wieder.

Fazit

Ein Blog kann viel mehr sein als das virtuelle Aushängeschild Ihres Unternehmens. Sie können Ihn mit Herz und Leidenschaft füllen und potenziellen Kunden die Möglichkeit geben, sich auf persönlicher Ebene an Sie zu erinnern. Natürlich erfordert das zunächst mehr Arbeit und Zeitaufwand, doch die Mühe lohnt sich!

Gemeinschaft aufbauen

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Undine Jaehne 18.10.2019