Tipps für mehr Produktivität und Kreativität

Kreativität

1. Die Umgebung

Was man während der Arbeit vor sich hat, beeinflusst den Denkprozess. Wer immer nur am Schreibtisch sitzt und auf das gleiche Stück Bürowand starrt, der denkt sich irgendwann fest. Ein Spaziergang hingegen kann die Kreativität beflügeln und neue Perspektiven mit sich bringen. Sie können die Zeit im Freien einfach nutzen, um den Geist zu entspannen, frische Luft zu schnappem und so wieder freier denken zu können. Oder Sie versuchen folgende Methode: Markante Gebäude, Bäume und andere Elemente stehen jeweils für einen Aspekt eines Problems. Sie binden Ihre Umgebung also ganz bewusst in Ihren Denkprozess ein und können ihn so ganz neu visualisieren.

Auch für Meetings kann eine ungewöhnliche Umgebung Wunder wirken. Statt immer nur in den gleichen kahlen Raum mit dem schmucklosen Konferenztisch zu schlurfen, können Sie sich als Team eine Abwechslung überlegen.

Und auch Ihr eigener Arbeitsplatz sollte Ihnen Lust machen, sich morgens dort hinzusetzen. Vor allem kleine Pflanzen oder ein Blumenstrauß holen die Natur in den Büroalltag und bilden einen reizvollen Blickfang.

2. Struktur und Ziele

Falls Sie beim folgenden Tipp ein bisschen die Augen verdrehen: Die kleine Mühe lohnt sich. Es geht um den Tagesplan beziehungsweise die To-do-Liste. Indem Sie schon morgens oder am Tag zuvor auflisten, was Sie schaffen wollen, stellen Sie sich unterbewusst bereits auf die kommenden Aufgaben ein. Wichtig ist, erledigte Aufgaben ganz bewusst durchzustreichen oder abzuhaken. Schauen Sie sich am Ende des Arbeitstages Ihre Liste noch einmal an und führen Sie sich vor Augen, was Sie erreicht haben. Diese Methode hat einen noch größeren Effekt, wenn Sie den Fortschritt einer Woche, eines Monats usw. so visualisieren.

3. Deadlines

Ja, wir alle kennen und fürchten sie. Was ist das schließlich auch für ein seltsames Phänomen, dass eine Aufgabe, für die man gefühlt ewig Zeit hatte, plötzlich drohend im Raum steht? Für solche Fälle gibt es einen kleinen psychologischen Trick. Forscher fanden heraus, dass es viel effektiver ist, Fristen in Tagen statt in Wochen oder Monaten auszudrücken. Die meisten Menschen nehmen einen Zeitraum so viel konkreter wahr. Statt „Präsentation in drei Wochen“ sollten Sie sich also zum Beispiel „knapp 20 Tage bis zur Präsentation“ in den Kalender schreiben.

Bei großen, komplexen Aufgaben kann es sehr helfen, sie in kleinere Einzelschritte aufzuteilen. So stehen Sie nicht mehr einem unnahbaren Berg, sondern eher einer Hügelkette gegenüber. Und die lässt sich gleich viel leichter erklimmen. Stellen Sie am besten einen Zeitplan auf und legen Sie fest, wann welcher Einzelschritt erledigt werden soll und was genau Sie dafür tun müssen.

Bei Blockaden kann die so genannte Rückwärts-Analyse helfen. Sie stellen Sich den erfolgreichen Abschluss Ihres Projekts vor und gehen von dort rückwärts durch die verschiedenen Arbeitsschritte. Das machen Sie so lange, bis Sie beim aktuellen Problem ankommen. Auf diese Weise ergibt sich eine neue Perspektive, die auch Aspekte aus der Zukunft einbindet.

4. Der Workflow

Haben Sie Probleme damit, fokussiert zu bleiben? Dann ist es wichtig, die Ablenkungen zu erkennen und möglichst auszuschalten. Lassen Sie Ihr Smartphone zum Beispiel mal in der Jackentasche, am anderen Ende des Büros. Wenn Ihnen dann der Sinn nach Ablenkung durch Instagram und Co. steht, wägen Sie schon zweimal ab, weil sie nicht unmittelbar zur Verfügung steht. So ist die Chance größer, dass Sie sich entscheiden, doch lieber noch den Absatz fertig zu schreiben. Musik kann eine große Hilfe sein, wenn es um konzentriertes Arbeiten geht. Dienste wie Spotify und YouTube bieten eine unendliche Auswahl an entsprechenden Playlists.

Eine weitere Möglichkeit ist die Timer-Methode. Sie stellen sich zum Beispiel einen Timer auf 45 Minuten und konzentrieren sich in dieser Zeit ausschließlich auf Ihre Aufgabe. Klingelt der Timer, stellen Sie Ihn beispielsweise auf 15 Minuten und können in dieser Zeit alles andere tun, worauf Sie Lust haben: essen, surfen, spazieren, telefonieren, zeichnen und so weiter. Die einzige Regel: Klingelt der Timer, geht es wieder in die produktive Phase. Hierbei kann es ein bisschen dauern, bis Sie Ihr ideales Zeitenverhältnis gefunden haben, aber es lohnt sich.

5. Ideenfindung

Arbeit und Kreativität, das ist oft eine knifflige Kombination. Schließlich können die wenigsten auf Knopfdruck zwischen 8 und 16 Uhr kreativ sein. Es gibt aber (neben dem Spaziergang) ein paar Hilfsmittel, die die Ideenfindung leichter machen. Halten Sie alles, was Ihnen einfällt, erst einmal schriftlich fest, auch wenn es Sie noch nicht vom Hocker haut. Oft genug bauen Gedankengänge und Problemlösungen aufeinander auf und wie sollte das schließlich funktionieren, wenn die Basis fehlt? Lassen Sie sich auch ruhig von anderen Texten oder Arbeiten inspirieren, wenn es bei Ihnen selbst gerade nicht sprudelt. Die „fremden“ Strukturen helfen Ihnen beim Einstieg in den eigenen Schaffensprozess. Davon abgesehen können auch Methoden der freien Assoziation (zum Beispiel Mindmaps) helfen – das funktioniert übrigens auch sehr gut im Team. Schnappen Sie sich ein Whiteboard oder ein großes Blatt Papier und halten Sie reihum Ihre Einfälle fest, am besten erst mal ganz ohne Wertung.

Alexandra Huth 21.02.2019