Tipps für gute Produkttexte

Produkttexte

Wer ein Produkt erfolgreich verkaufen will, muss es vor allem interessant machen. In vielen Onlineshops finden sich endlose Aufzählungen von Merkmalen und Vorteilen. Doch ein potenzieller Kunde will vor allem wissen, ob und wie das Produkt sein Leben leichter macht.

Ihr Produkt als Problemlöser

Angenommen, Sie wollen Ihre neuste Tageslichtlampe vermarkten und verkaufen. Sicher juckt es Ihnen in den Fingern, vor allem die vielen Helligkeitsstufen oder das dimmbare Display zu betonen. Aber tatsächlich kann der Kunde für solche Eigenschaften auch noch dankbar sein, wenn er die Lampe bereits gekauft hat. In Ihrem Produkttext dagegen sollten Sie vor allem klarstellen, dass Ihr Produkt ein Problem des Users lösen oder einen seiner Wünsche erfüllen kann.

Der Kundenvorteil im Fokus

Verstehen Sie den Konsumenten in erster Linie als Gefühlsmenschen. Es interessiert ihn (leider) nicht besonders, wie viel Arbeit und Zeit hinter einem Produkt steckt. Er will wissen, welchen persönlichen Vorteil ihm das Produkt bringt. Zeigen Sie dem Leser also, dass Ihr Produkt ihm zu beruflichem Erfolg, mehr Wohlbefinden einem einfachen Leben usw. verhilft. Ein guter Slogan für die Tageslichtlampe stellt also nicht Ihre technischen Eigenschaften heraus, sondern klingt etwa wie „Entspanntes Aufwachen mit sanftem Tageslicht“ oder „So mühelos sind Sie noch nie aus dem Bett gekommen!“.

Tipps für gute Produkttexte

Zunächst ein paar allgemeine Hinweise, die auch für jeden anderen Marketing-Text hilfreich sind.

Verabschieden Sie sich von der Vorstellung, dass Ihre Interessenten den kompletten Text lesen. Viele entscheiden bereits nach ein paar wenigen Sätzen, ob das Produkt in ihr Leben passt oder nicht. Schreiben Sie also nicht zu viel, vermeiden Sie Phrasen und versuchen Sie, die Neugier des Lesers Zeile für Zeile zu steigern.

Achten Sie darauf, Ihren Text immer wieder aufzulockern und eine klare Struktur zu schaffen. Zwischenüberschriften und Stichpunkte sind immer gut, Zusatzmenüs und Videos sorgen für Interaktionen. Mit reinen Textseiten schrecken Sie viele Leser von vornherein ab.

Titel und Einleitung: Der unwiderstehliche Klick

An dieser Stelle haben technische Merkmale und kryptische Eigennamen noch nichts zu suchen. Erinnern Sie sich daran, dass Sie ein Bedürfnis des Lesers ansprechen oder wecken sollten. Locken Sie kurz und knapp mit der Lösung eines Problems und nennen Sie möglichst noch ein Alleinstellungsmerkmal Ihres Produkts. So beantworten Sie die Frage des Lesers, warum er gerade bei Ihnen kaufen sollte.

Hauptteil: Vertrauen wecken und begeistern

Wenn Ihr Leser bis hierhin gekommen ist, besteht auf jeden Fall Interesse. Sie können also anfangen, Ihr Produkt genauer vorzustellen, aber vergessen Sie nicht, dass jedes Highlight mit einem Kundenvorteil verbunden sein muss („RelaxBreathe Funktion – für entspanntes Einschlafen am Abend“). Die Versprechen, die Sie in Titel und Einleitung gemacht haben, können Sie nun mit Fakten untermauern. Je nach Produkt bietet es sich außerdem an, eventuelle Zweifel und Vorbehalte des Lesers zu beseitigen. Können Sie mit langjähriger Experten-Erfahrung glänzen? Sind Ihre Mitarbeiter speziell ausgebildet? Lassen Sie es den Leser wissen!

So schwer es auch ist, nicht jede Eigenschaft Ihres Produkts aufzuzählen: Detaillierte Angaben oder Fragen sind in einer Broschüre oder einem FAQ zum Ausklappen besser aufgehoben.

Am Ende des Hauptteils macht sich eine Aufzählung (Bullets) sehr gut. Kunden, die schon nicht mehr überzeugt werden müssen, finden dort kurz und knapp alle relevanten Fakten. Hier sollten Sie auch Angaben wie genaues Aussehen, Größe, Gewicht usw. machen.

Schluss: Resüme und Handlungsaufforderung

Hier können Sie noch einmal in einem bis zwei Sätzen zusammenfassen, welches Kundenbedürfnis Ihr Produkt auf welche Weise löst. So ein Resüme bildet die perfekte Überleitung zu einer Call-to-Action (Handlungsaufforderung). Denn wenn der Leser zum Kunden werden soll, muss es leicht für ihn sein, mit Ihnen in Kontakt zu treten. Ob Sie gleich ein Bestellformular, eine Kontaktmöglichkeit oder einen Button für „Weitere Informationen“ einfügen, hängt von Ihnen und Ihrem Produkt ab.

Alexandra Huth 02.02.2018

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