Die Realität erobern: 7 Tipps für erfolgreiches
Offline-Marketing

Offline-Marketing

Wann sind Sie das letzte Mal durch ein Plakat auf ein Produkt aufmerksam geworden? Also: So richtig stehengeblieben, um einen zweiten Blick darauf zu werfen? Ja, wir wissen es auch nicht mehr. Man könnte also meinen, das Offline-Marketing habe sein Ende gefunden. Im modernen Marketing dreht sich schließlich alles um Videos, Influencer, Klicks und Likes.

Aber trotzdem gibt es eine Art stillschweigende Krise, die sowohl die analoge als auch die digitale Werbung erfasst hat. Sie heißt Reizüberflutung. Wer heute das Haus verlässt, bekommt Werbung natürlich nicht mehr nur an Plakatwänden präsentiert. Sie prangt auch an Bushaltestellen und Taxis, ziert Treppenstufen oder versprüht ihre schrillen Farben an Hausfassaden. Wer sich dann in die digitale Welt seines Telefons retten will, wird auch dort von großen Slogans und automatisch startenden Werbespots empfangen. Fazit: Viele Menschen nehmen klassische Werbung gar nicht mehr wahr oder sind sogar genervt davon.

Wie also kann man den überforderten Konsumenten noch erreichen, ohne ihn weiter zu vergraulen? Kreative Offline-Werbung kann eine Lösung sein, wenn man sie richtig anpackt. Mit unseren Tipps und Anregungen kommen Sie diesem Ziel schon ein Stück näher.

1. Die Zielgruppe unterhalten

Es kann sich lohnen, eine Kampagne so individuell wie möglich zu gestalten. Klar fühlt sich dann nicht jeder angesprochen, die Hauptzielgruppe aber umso mehr. Sie wollen junge Menschen mit Sinn für Humor visuell erreichen? Dann könnten Sie beispielsweise witzige Alternativen zu den Festhalteriemen im Bus aufhängen.

Spielen Sie auf jeden Fall mit den Gegenständen, die Ihre Botschaft tragen sollen. Also „Mit uns Geschichte schreiben!“ auf Stiften, „Wir bringen Dein Leben ins Rollen“ auf Bowlingkugeln und so weiter. Werbung darf heute nicht mehr den stupiden Marktschreier spielen. Sie muss charmant sein und die Menschen auf möglichst persönlicher Ebene unterhalten. Wer schmunzelt, ist nicht genervt.

2. In (sehr) großem Stil denken

Sicher haben Sie schon mal von einer der Guerilla-Aktionen von Nike gehört. Dabei wurden riesige Bälle so positioniert, als wären sie in ein Auto oder Gebäude gekracht.

3. Ein Produkt extrem in Szene setzen

Die Firma 3M Security Glass konnte vor Jahren mit einer ziemlich gewagten Aktion punkten. Sie schlossen eine riesige Menge Bargeld hinter ihrem Sicherheitsglas ein – an einer öffentlichen Bushaltestelle! Zwar waren nur 500 von den insgesamt 3 Millionen Dollar echt, aber eine wirksame Aktion war es allemal.

Die Firma 3M Security Glass konnte vor Jahren mit einer ziemlich gewagten Aktion punkten. Sie schlossen eine riesige Menge Bargeld hinter ihrem Sicherheitsglas ein – an einer öffentlichen Bushaltestelle! Zwar waren nur 500 von den insgesamt 3 Millionen Dollar echt, aber eine wirksame Aktion war es allemal.

Auf diese Weise lässt sich beinahe jedes Produkt präsentieren – nämlich einen Tick zu extrem. Bringen Sie die Menschen zum Staunen, haben Sie schon eine gewaltige Hürde genommen. Der größte Vorteil: Sie liefern einen direkten Beweis für die Qualität Ihres Produktes, sozusagen zum Anfassen. Logos und Werbesprüche dürfen aber dennoch nicht zu groß sein, sonst verliert die Installation ihren Effekt.

4. Kunden einbeziehen

Es klingt widersprüchlich, aber Konsumenten wollen heute weniger denn je das Gefühl haben, einfach nur eine Nummer zu sein. Beziehen Sie Ihre Kunden also ein, indem Sie eine witzige Aktion mit ihnen zusammen planen. Flashmobs zu organisieren eignet sich dafür nach wie vor sehr gut. Sie stärken das Gemeinschaftsgefühl der Kundencommunity und bekommen gleichzeitig ein äußerst klickfähiges Video.

Auch Rabattaktionen für Kunden, die in speziellen Outfits oder Kostümen ins Geschäft kommen, sind einen Versuch wert. Damit bieten Sie den Teilnehmern Spaß in Form einer Challenge, die sie gemeinsam mit ihren Freunden bestreiten können.

5. Geben statt Nehmen

Bieten Sie einen Mehrwert, zum Beispiel in Form von kostenlosen Broschüren oder Heften. Dabei kommt es nicht auf Massendruck, sondern auf Qualität an. Binden Sie Ihre Produkte in DIY-Anleitungen, Rezepte oder Geschichten ein und machen Sie eine Sammlung daraus. Wer die weibliche Zielgruppe erreichen will, designt im Handlettering-Stil.

6. Bezug auf Events nehmen

„Immer noch in WGT-Stimmung? Wir bringen wieder Licht ins Dunkel.“ So warben die Leipziger Stadtwerke nach dem Wave Gothik Treffen 2018 in Leipzig. Ein einfaches, aber wirkungsvolles Prinzip. Wer auf aktuelle Events Bezug nimmt, findet so den Weg in die Gedanken seiner Zielgruppe. Denken Sie auch an Konzerte, Festivals, Premieren von Kinofilmen und Videospielen...

7. Aktionen online weiterführen

So ganz möchten wir den digitalen Aspekt dann natürlich doch nicht ausschließen. Was analog auf der Straße beginnt, kann mithilfe des Internets zum viralen Trend werden. Wenn Ihre Aktion Aufmerksamkeit erregt, werden garantiert auch Fotos davon in den sozialen Netzwerken auftauchen. Und auch das können Sie sich zunutze machen. Wie wäre es mit einem kleinen Rabatt für jeden, der im Laden ein Selfie mit ihrer Offlinewerbung vorzeigt? Auch auf Ihrer Homepage sollten Sie auf die Aktion Bezug nehmen. In welcher Form dieses verschmitzte „Ja, das waren wir!“ in Erscheinung tritt, bleibt natürlich Ihnen überlassen. Bauen Sie ein Foto der Aktion auf der Homepage ein oder posten Sie ein lustiges Making-off-Video.

Alexandra Huth 25.05.2018

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