20 Tipps von der All Facebook Marketing Konferenz in München

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Stillstand bedeutet im Facebook Marketing: Lass es lieber gleich bleiben. Zu schnell entwickelt sich das Soziale Netzwerk weiter, als dass einmal erworbene Kenntnisse ewige Gültigkeit besäßen. Umso wichtiger sind Konferenzen wie die AllFacebook Marketing Conference, die alle Promis der Social Media Szene an einem Ort zusammen- und ins Gespräch bringt. Welche Erkenntnisse ich aus den vielseitigen Vorträgen mitgenommen habe, verrate ich im Folgenden.

Ohne Videos auf Facebook geht nichts mehr

  1. "Video is the new selfie". Spätestens mit der Einführung des neuen Videoplayers von Facebook sind die Aufrufe selbiger stark angestiegen. Statt nur Bildchen als Blickfang zu nutzen, sollten in Zukunft öfter die aufwendigeren, aber auch auffälligeren Videos genutzt werden.
  2. Native Videos sind besser. Klar, Facebook hat den Content lieber auf seinen Servern, als auf YouTube zu verlinken. Eigene Videos also nicht einfach auf YouTube verlinken, sondern hier nochmal hochladen. Es ist davon auszugehen, dass diese besser angezeigt werden.
  3. Die ersten 3 Sekunden eines Videos sind zentral! Wer hier den Zuschauer nicht mitreißt, hat verloren.
  4. Inhalte des Videos sollten an die Umgebung angepasst werden! Autoplay-Videos starten z.B. stumm und wenn dann die Bilder nicht überzeugen und stattdessen nur Gequatsche zu sehen ist, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Nutzer einem Video wirklich annehmen.
  5. Spielt mit den Videos! Ein tolles Beispiel für eine kreative Videoidee findet sich bei Rügenwalder Mühle.

Mobile, mobile, mobile... Man kann es nicht oft genug sagen!

  1. Auch wenn am PC / Mac gearbeitet wird, die meisten Inhalte werden mit dem Mobiltelefon abgerufen. Deshalb immer daran denken: Textlängen und Bilder aus Mobile-Sicht sehen! Vor allem bei Bildern ist es wichtig, dass die Motive klar erkennbar sind auf einem kleinen Bildschirm.
  2. Bringe den Daumen zum stoppen! Beim sliden durch die Timeline am Handy mit dem Daumen werden Inhalte viel schneller übersprungen, als es am PC der Fall ist. Auffallen ist jetzt umso wichtiger geworden (vor allem dann, wenn an die vielen Nutzer gedacht wird, die vor einem second screen auf dem Handy surfen)!
  3. Wähle das richtige Werbeformat für das vorher festgelegte Ziel! Facebook bietet verschiedene Werbeformate, die kritisch auf Basis der eigenen Zielsetzung geprüft werden sollten. Eine gute Übersicht findet sich, natürlich, bei AllFacebook.
  4. Mach es kurz! Unbedingt unnötige Länge von Videos vermeiden. Die Aufrufe von Videos ausgehend von mobilen Geräten sind so stark gestiegen, dass die Gegebenheiten dieser Nutzermehrheit beachtet werden sollten und die lauten: Kürzere Nutzungsdauer, weniger Aufmerksamkeit, überall verfügbar und kurze Betrachtungszeit.
  5. Umfangreiche Informationen von Thomas Hutter und seinen Präsentationsfolien nutzen zum Thema Facebook Mobile Ads!

Der Wandel der Kennzahlen

  1. Eine Seite ist nicht dann gut, wenn sie viele Fans hat, sondern erst dann, wenn sie eine große Reichweite hat.
  2. Klassische Zielgruppen sind tot. Immer stärker verwässern die Grenzen zwischen den Generationen.
  3. Sei aktuell und relevant, indem du aktuelle Trends verfolgst und die Themen in der Community beachtest.
  4. Noch wichtiger als die reine Reichweite sind die relevanten Nutzer! Je mehr diese mit einer Marke interagieren, desto stärker wird eine Bindung geschaffen, die nachhaltiger ist.
  5. Mach dich mit grundlegender Statistik vertraut, um die Kennzahlen von Facebook besser für zukünftige Vorhaben und Reportings nutzen zu können!

Hashtags #richtigverwenden

  1. Hashtags sind bei Facebook aktuell nur bedingt sinnvoll, denn die Suche funktioniert noch nicht einwandfrei.
  2. Hashtags sind zum öffentlichen Teilen gedacht. Noch ein Grund, warum es nicht viel Sinn macht, Hashtags bei Facebook zu etablieren, denn geteilt werden diese dann meist nur unter Freunden. Mit anderen Worten: Sie werden nicht gefunden.
  3. Bevor ein Hashtag verwendet wird, sollte unbedingt geprüft werden, wer diesen noch verwenden könnte. Ansonsten geht die Verwendung schnell nach hinten los.
  4. Um Punkt 3 zu vermeiden und Hashtags wirklich für das Marketing zu nutzen, sollten diese einzigartig und einprägsam sein.
  5. Hashtags immer nur am Ende eines Satzes einfügen, um den Lesefluss nicht zu beeinträchtigen.

Eine paar visuelle Eindrücke

Fazit zur AllFacebook Marketing Conference

Der Ausflug nach München hat sich in jeglicher Hinsicht gelohnt. Nette Leute kennengelernt, einiges dazu gelernt und Inspirationen geholt - alle Punkte auf der Konferenz-To-Do-Liste also erfolgreich abgehakt. Eine Sammlung der Präsentationen und Blog-Beiträge zur Konferenz findet sich hier. Für die o.g. Erkenntnisse und Ideen möchte ich mich insbesondere bei den Referenten Thomas Hutter, Martin Szugat, Karim-Patrick Bannour, Sebastian Franz und Arne Henne bedanken.

Eric Heffenträger 20.03.2015